Momentan sind über 25 Schafe der Rasse ostfriesisches Milchschaf plus Nachzucht in meinem Besitz. Diese werden ausschließlich auf biologisch bewirtschafteten Dauergrünflächen gehalten und werden regelmäßig auf kleinen Portionsweiden umgezäumt, um so eine gleichmäßige Pflege der Fläche und eine ausgeglichenere und gesunde Ernährung der Tiere zu erreichen. Lediglich in den Wintermonaten verweilen die Tiere im Stall und auf der angrenzenden Fläche.

Meine fleißigen, wolligen Helferinnen sind unter anderem: Liebe, Ricke, Wilma, Lona, Ona, Tilda, Unga, Bille, Jana, Xena, Zilly, Nanuck, Mimi. Und natürlich unsere Schafböcke Hubertus und Rafiki!

Rasse und Kultur

Die Rasse wird als groß gewachsene Art mit einer hohen Milchleistung beschrieben. Sie sind von ihrem Gemüt sehr aufmerksam und zutraulich. Die Wolle ist meist weiß oder schwarzbraun gescheckt.

Typisch ist der längliche, leicht ramsnasige unbewollte Kopf mit langen, nach vorne gerichteten Ohren. Es hat keine Hörner. Die lange dichte Wolle beginnt bereits hinter den Ohren. Das Euter ist groß und breit angesetzt. Wichtiges Erkennungsmerkmal für diese Rasse ist ihr langer, dünner und unbewollter Schwanz.

Bereits mit zwölf Monaten können die frühreifen Milchschafe zum ersten Mal lammen. Die Lämmer sind extrem frohwüchsig und wachsen schneller als andere Schafrassen.

Haltung

Drei Wochen lang bleiben die Lämmer Tag und Nacht bei deren Müttern, danach kommt die Übergangszeit im „Kinderparadies“, dort verbringen sie den halben Tag und bekommen frisches Wasser, Heu und Kraftfutter. Nur so ist es möglich, die Milch mit den Lämmern zu teilen.

Die restliche Milch, die die Schafe über den Tag hinweg produzieren, wird dann noch vollkommen von Hand ausgemolken. Diesen Prozess nennt man „muttergebundene Milcherzeugung“. Sobald die Zeit im „Kinderparadies“ vorrüber ist, werden die Lämmer als eigene Herde gehalten und die Mütter werden täglich bis in den Herbst hinein gemolken.

Im Folgejahr sind dann die Lämmer ebenfalls Mütter und der Kreislauf beginnt von vorne…